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Das Bloggen ist für mich kein Job, sondern ein Hobby. Manchmal ist es sogar eine Flucht aus dem Alltag. Daher ging es bei mir bisher immer mega ungeordnet zu. Ich habe das kreative Freiheit genannt, tatsächlich aber habe ich mein Leben komplett übernehmen lassen und meine Kreativität hinten angestellt. Daher gehe ich jetzt über zur geordneten – kreativen – Freiheit. Sich Freiräume schaffen für die spaßigen Dinge des Lebens und sich vor allem nicht selbst zu verlieren in dieser Maschinerie des Alltags. Wenn der Satz „Was wollen wir denn heute essen?“ dein Leben bestimmt und dich von Tag zu Tag trägt, weil einfach keine anderen Entscheidungen angestrebt werden, dann solltest du dringend etwas ändern – Süßkartoffelpommes ist übrigens die heutige Antwort. 

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Zu meiner Schande muss ich dennoch gestehen, dass ich derzeit eigentlich die besten Voraussetzungen dafür habe kreativ zu werden. Ich bin derzeit arbeitssuchend. Mein Leben nach dem Studium hat sich ganz anders entwickelt als ich es erwartet hatte. Meine ersten Schritte in der richtigen Arbeitswelt waren niederschlagend und furchtbar. Ich hatte hoffnungsvoll eine Stelle als Marketing Assistentin in einem kleinen Unternehmen angenommen. Ich dachte mir, dass ich so die besten Voraussetzungen habe bereits Verantwortung zu übernehmen, während ich von meiner Chefin viel lernen würde. Nun ja, dem war nicht so. Gelernt habe ich höchstens mit Magenschmerzen und Angst an meinen Arbeitsplatz zu fahren. Wenn Arbeitgeber eine Assistenten Stelle ausschreiben, aber einen Marketing Manager mit 10 Jahren Berufserfahrung erwarten, sollten sie besser mal die Brieftasche öffnen und sich einen solchen Einstellen. Meine Chefin war so gut wie nie anwesend, weil sie ein Kind zu versorgen hatte. Anweisungen oder das Heranführen an Aufgaben war regelrecht nicht existent. Versteht mich nicht falsch, ins kalte Wasser geworfen zu werden kann eine sehr gute Lernerfahrung sein, aber ohne jegliche Führungskraft stirbt man schneller an Erfrierung, als dass einem das Wasser über den Kopf steigt. Hinzu kam, dass meine Chefs (übrigens sucht euch niemals ein Pärchen als Chefs, die auch noch gerade ein Kind zusammen bekommen haben) nun wirklich nicht für ihren tollen Führungsstil bekannt waren… und ich dachte immer Köche wären Hitzköpfe 😀 Und so wahr die Aussage „direkt wieder auf das Pferd steigen“ auch sein mag, ich brauchte danach erst einmal eine Pause. Ich musste herausfinden was ich vom Leben eigentlich will und wie ich es bekommen werde. Ich glaube viel schlechter hätte ich es nicht treffen können mit meinem ersten Job und nun hatte ich Angst vor dem zweiten. Dem ist allerdings nicht mehr so, ich weiß wie stark ich bin und was ich erreichen kann. 

Also freut euch auf neue Abenteuer mit mir und rund um mein Leben. 😉

Habt ihr auch schon mal die Erfahrung gemacht, dass ihr einfach vergesst euch selbst zu verwirklichen vor lauter Alltag? Oder habt auch ihr bereits miese Jobs gehabt, die das Leben langfristig negativ beeinflussen? 

P.S. Ich habe lange mit mir gehadert diesen Beitrag zu schreiben. Zukünftige Arbeitgeber könnten es als Schwäche oder miesen Charakterzug ansehen, dass ich so offen über meine vorherigen Arbeitgeber schreibe, allerdings möchte ich niemanden persönlich Deformieren und würde daher auch nie angeben bei wem ich angestellt war. Viel mehr soll dieser Post eine Stütze sein für all Diejenigen, die bereits in meiner Situation waren oder einmal sein werden. In einer Welt, in der Leistung an oberster Stelle steht, sage ich nicht, dass es den perfekten Arbeitsplatz gibt, jedoch hoffe ich zumindest, dass jeder den Platz findet, wo es ihm persönlich gut geht. Denn nur, wenn man ohne Angst an die Arbeit geht, leistet man wahrlich gute Arbeit!

 

Liebe Grüße 

Eure Lena

One Reply to “Miese Jobs und zu viel Alltag”

  1. Ich finde gerade so offene Posts, wie deinen, sehr interessant. Ich bin zwar noch nicht ganz fertig mit meinem Studium, aber das Ende naht bereits und ich weiß selbst noch nicht so recht, wie es danach weiter gehen soll. Ich denke gerade wenn man unerfahren ist, stürzt man sich schnell mal in einen Job, der dann doch nicht seinen Erwartungen entspricht.
    Dir auf jeden Fall viel Erfolg in der Zukunft :)

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